Sonne satt und gleißende Hitze. Nicht nur wir brauchen Wasser um zu leben, auch unsere Pflanzen benötigen Wasser, um die im Boden vorhandenen Nährstoffe aufzunehmen. Mit ein paar Tipps und Regeln wird das Gießen jedoch zum Kinderspiel, die Pflanzen leben im Sommer richtig auf und zeigen sich von ihrer prächtigen Seite.

Grundregel: Selten, aber ausreichend!

Der häufigste Fehler bei der Bewässerung ist jeden Tag ein bisschen zu gießen. Jedoch dringt dadurch das Lebenselixier nicht tief genug in die Erde ein.

Ein weiterer Bewässerungsfauxpas ist das Gießen der Blätter. Die Wassertropfen wirken bei Sonne wie eine Lupe und können zu Verbrennungen bei den Blättern führen. Pilzkrankheiten haben bei feuchten Blättern eher die Chance die Pflanze zu befallen. Besonders bei der Rose sollten Sie nur an der Wurzel, also am Fuß, gießen.

Pflanzen mit weichem Laub, wie z.B. Hortensien oder Funkien, benötigen besonders viel Wasser. Wohingegen wasserspeichernde Pflanzen wie die Fetthenne oder Geranie mit ihren fleischigen, verdickten Blättern nicht so oft gegossen werden müssen. Oleander und Kräuter  wie Rosmarin und Thymian mögen sogar die Trockenheit.

Im Gegensatz zu den Beetpflanzen benötigen die Balkon- und Kübelpflanzen täglich Wasser. Natürlich hängt die Menge vom Speichervermögen des jeweiligen Substrats ab.

Rasen – Wasserschluckspecht

In heißen Sommermonaten spielt Wasser für den Rasen eine wichtige Rolle. Er braucht ausreichend Wasser, so dass der Rasen nicht „verhungert“, denn Nährstoffe können nur mit dem Wasser aufgenommen werden. Die erforderliche Wassermenge hängt von der Bodenbeschaffung ab. Bei lehmigen und tonhaltigen Böden bedarf es wöchentlich circa 20 bis 30 Liter Wasser pro Quadratmeter. Sandige und lockere Böden sollten alle 3 Tage circa 10-15 Liter Wasser pro Quadratmeter bekommen. Allgemein kann man sagen, dass der Boden circa 15 cm durchfeuchtet sein soll, damit das Wasser an die Wurzeln gelangt. Bewässern Sie Ihren Rasen schon morgens, denn dann ist der Rasen über Nacht abgekühlt. Dadurch verdunstet kaum Wasser.

Teich – Wasserwelt im Garten

Im Teich sinkt im Sommer durch die Verdunstung der Wasserstand. Daher sollten Sie unbedingt Wasser nachfüllen, um Ihren Fischen weiterhin das Platzangebot zu sichern. Damit Sie keinen Schlamm aufwirbeln, stellen Sie einen Eimer an die tiefste Teichstelle und lassen Sie den Gartenschlauch darin enden. Um den Teichfilter zu unterstützen, sollten Sie im Sommer die Algen zusätzlich mit dem Kescher abfischen.

Urlaubszeit – Gießen mit System

Wenn nicht gerade liebe Nachbarn das Grün versorgen, muss man andere Wege finden damit nach dem Urlaub nicht nur vertrocknete Pflanzen und ein verbrannter Rasen im Garten zu finden sind. Kleinere Gießsysteme können gekauft oder selbst gebaut werden, größere Flächen wie z.B. Rasenflächen benötigen bei längerer Abwesenheit ein Bewässerungssystem aus dem Fachhandel. Vor der Abreise sollten Sie Topfpflanzen im Haus noch einmal richtig tauchen.

Kleine Do-it-Yourself-Systeme:

  1. Kleinere Pflanzen können durch einen Faden bewässert werden. Dazu stellen Sie einen Eimer oder eine Gießkanne gut gefüllt etwas erhöht neben die Pflanzen. Dann verbinden Sie Pflanze und Wasserspender mit einem möglichst dicken Wollfaden. Der Wollfaden sollte möglichst nah an die Wurzel der Pflanze in die Erde gesteckt werden. Zudem empfiehlt es sich das andere Ende zu beschweren, damit auch bei geringem Wasserstand Wasser vom Wollfaden aufgesogen werden kann.
  2. Etwas größere Pflanzen können durch Plastikflaschen bewässert werden. Dazu füllen Sie die Plastikflaschen mit Wasser auf und stechen kleine Löcher in den Deckel. Dann werden sie kopfüber in die Nähe des Wurzelballens gesteckt. Durch die Löcher wird nach und nach den Pflanzen nach Bedarf das Wasser zugeführt.

Nicht vergessen! Durch das regelmäßige Gießen werden Nährstoffe aus der Erde gewaschen, daher ist eine regelmäßige Düngung erforderlich.