Die Kartoffel gehört längst zu unseren Grundnahrungsmitteln und ist in Nutzgärten mit relativ wenig Aufwand anzubauen. Bevor der Kartoffelanbau beginnen kann, ist es empfehlenswert die Kartoffel vorkeimen zu lassen. Die Vorkeimzeit beträgt circa 6 Wochen. Dies sollte bereits im Januar oder Februar geschehen, um im Mai bis Juni schon erste Kartoffeln ernten zu können.

Pflanzkartoffel 1Der Pflanztermin von Frühkartoffeln hängt von den Temperaturen ab. Die vorgekeimten Kartoffeln werden in circa 10 cm Tiefe eingesetzt. In dieser Tiefe sollte es mindestens 8 Grad Celsius warm sein, um das Wachstum der Kartoffeln nicht zu unterbrechen. Zum Pflanzen bringen Sie die Kartoffeln vorsichtig in Vorkeimkisten zu den Pflanzstellen, damit keine Triebe abgebrochen werden. Die Knollen stellt man mit den Trieben nach oben in die Löcher und zieht diese hinterher zu. Für Frühbeete kann zusätzlich wachsende Folie, auch Schlitzfolie oder Frühbeetfolie genannt, verwendet werden, so können die Frühkartoffeln schon oft im März gepflanzt werden.

Zur Vorbereitung der Pflanzstellen sollten Sie die Beete eine Woche vorher mit einem Kultivator tief lockern. Um den Boden mit ausreichend Nährstoffen für das Anpflanzen zu versorgen, ist es hilfreich je Quadratmeter circa 75g organischen Dünger flach in den Boden einzuarbeiten. Auch auf dem Balkon oder der Terrasse lassen sich Kartoffeln in Kübeln, Eimern oder Kisten anpflanzen. Passende Pflanzgefäße, Dünger und kompetente Beratung bezüglich Frühkartoffeln bekommen Sie in Ihren Kiebitzmärkten.

Pflege und Ernte – Ertragreiche Pflanzen
Gucken die Kartoffelpflanzen circa 15 cm aus dem Boden, sollten diese angehäuft werden. Alle zwei Wochen muss dieses wiederholt werden, um eine geschlossene Staudenreihe zu erreichen. Zusätzlich kann mit Gemüsedünger gedüngt werden – eine Auswahl an Düngemitteln finden Sie im Kiebitzmarkt. Wenn die Kartoffeln geblüht haben ist Erntezeit, jedoch sollte man bei Frühkartoffeln nicht warten bis das ganze Laub abgestorben ist. Frühkartoffeln sind meist nicht lagerfähig, sondern nur zum direkten Verzehr geeignet.

Der Kartoffelkäfer – Hungrige Schädlinge
Der Kartoffelkäfer ist wohl der bekannteste Schädling der Kartoffelpflanze. Er ist sehr unempfindlich und überwintert im Boden. Dadurch ist er bereits im Frühjahr schon wieder aktiv. Meist können die unliebsamen Schädlinge ab gesammelt und so eine Plage vermieden werden. Sollte es jedoch weiterhin zur starken Vermehrung kommen, bieten wir Ihnen im Kiebitzmarkt wirksame Pflanzenschutzmittel in chemischer und biologischer Form.

Krautfäule – Die Kartoffelkrankheit
Bei der Krautfäule verfärben sich die Blätter der Kartoffelpflanze gelbbraun bis braun und rollen sich ein. Der erste Befall ist an einzelnen, verstreut stehenden Kartoffelpflanzen sichtbar. Von der befallenen Pflanze breitet sich die Krautfäule weiter auf die gesunden Pflanzen aus. Dies geschieht meist mit der Windrichtung. Die braunen Flecken werden besonders bei feuchtem Wetter schnell größer.

Es gibt sehr anfällige Sorten von Kartoffelpflanzen, die durch die Krautfäule bei warmen und feuchten Wetter komplett vernichtet werden. Jedoch kann man vorbeugen indem nur gesundes Saatgut verwendet wird und man sich eventuell für eine weniger anfällige Sorte entscheidet. Zudem kann auch gegen Krautfäule gespritzt werden. Beispiele für besonders anfällige Kartoffelsorten für Krautfäule sind die Sorten Cilena, Sieglinde, Ampera, Tabea, Bettina, Granola, und Lolita. Unempfindlich sollen die Sorten Karlena, Orla und Princess sein. Es existieren aber noch weitere unempfindliche Sorten – Ihr Kiebitzmarkt informiert Sie gerne umfassend zu diesem Thema.